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Eine 2600 Jahre alte Geschichte bei der Generation 60+

Generation 60+

Zum zweiten Mal hatte die Generation 60+ Frau Dorothe Perdun am 13. Mai 2025 eingeladen, um uns auf ungewohnte und überraschende Art mit einem Bibeltext vertraut zu machen. Eine große Runde war diesmal voll Spannung gekommen und ließ sich auf die Methode ein.

Diesmal war es eine 2600 Jahre alte Geschichte aus dem 2. Buch der Könige (Kap. 5, 1-19), die uns Frau Perdun zunächst vorlas. Kurz zusammengefasst geht es um Folgendes: Naaman, ein tapferer und siegreicher Feldherr des Königs von Aram war an Aussatz erkrankt. Eine aus Samaria verschleppte junge Sklavin der Frau des Naaman empfahl ihm, zu ihrem Propheten nach Samarien, dem damaligen Land Israel zu gehen, um sich von diesem heilen zu lassen. Naaman ging auf den Vorschlag der Sklavin ein, brachte Geschenke mit zum König von Israel, den er vorher besiegt hatte, kam zum Propheten Elischa und wurde, nachdem er schließlich die Anweisungen des Gottesmannes befolgt hatte, sich siebenmal im Jordan zu waschen, geheilt. 

Bei der Methode des Bibliologs geht es darum, dass der Text Schritt für Schritt vorgelesen wird und man sich dann jeweils in eine der handelnden Personen hineinversetzt und deren Emotionen und Gedanken erspürt. Diese Emotionen und Gedanken werden dann in Ich-Form ausgesprochen, zum Beispiel so: „Ich Naaman, höre von dieser Sklavin, dass … Soll ich das wirklich glauben?“ „Ich, die niedere Sklavin, will meiner Herrin von meinem Propheten erzählen …“ „Ich Naaman hoffe, dass der Prophet Israels mir helfen wird.“ 

Zahlreiche Besucher beteiligten sich und es kam bei den jeweiligen Textstellen zu überraschenden und auch unterschiedlichen Aussagen der handelnden Personen. Jeder konnte seine ganz eigene Perspektive, seine Erfahrungen und Vorstellungen einbringen. Dadurch gab es nicht nur die eine richtige, sondern viele mögliche Antworten auf die Frage nach den Gedanken und Gefühlen der biblischen Personen. Theologische Vorkenntnisse wurden nicht erwartet, und doch konnte jeder etwas Wertvolles beitragen – mal sehr tiefsinnig, mal humorvoll. Am Ende waren sich alle einig: Diese Art, in einen Bibeltext einzutauchen, macht Spaß, ist lebendig und führt zudem zu unerwarteten und bereichernden Erkenntnissen. 
 

Zum Schluss bedankte sich Frau Dr. Grombein im Namen aller begeisterten Teilnehmer mit einem Blumenstrauß bei Frau Perdun.
 
 
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