Vom 9. bis 11. November 2023 fand in Rastatt die Diözesanversammlung der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands kfd statt. Die Frauen wählten einen neuen Vorstand für den Diözesanverband Freiburg, beschäftigten sich mit der Kirchenentwicklung, der geistlichen Leitung auf den Verbandsebenen und mit der Anpassung des institutionellen Schutzkonzepts.
kfd-Diözesanversammlung 2023
Wahlen | K2030 | Geistliche Leitung | Schutzkonzepte
Mit der Wahl des Vorstandes für den Diözesanverband Freiburg wurde das Team komplett neu besetzt: Vorsitzende ist nun Silvana Bertolini-Knapp aus Mannheim, seit fast zehn Jahren Sprecherin des Ständigen Ausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherthemen und stellvertretende Sprecherin des Ausschusses auf kfd-Bundesebene. Die drei weiteren Vorstandsmitglieder Ursula Mandel, Bad Krozingen, Gabriele Niekamp, Offenburg, und Birgit Widmer, Remetschwiel waren und sind in unterschiedlichen Funktionen im kfd-Diözesanverband engagiert und Delegierte der Diözesanversammlung. Ein weiteres Kernthema war die Geistliche Leitung auf den verschiedenen Verbandsebenen:
Die bisherige Vorsitzende Monika Bohn aus Endingen erreichte nach zwölf Jahren und zweimaliger Wiederwahl das Ende der satzungsgemäß maximalen Amtszeit. Neben ihr schieden auch Isolde Hauser, Heidelberg, Gisela Koop, Freiburg, und Christina Leib-Keßler, Konstanz, aus der Vorstandschaft aus. Am Freitagabend wurden die vier Frauen nach einem Gottesdienst zum Thema „Aufbruch und Neuanfang“ verabschiedet und gebührend für ihr jahrelanges Engagement gefeiert.
Neben den Wahlen war die Kirchenentwicklung 2030 Thema der Diözesanversammlung: Die kfd muss entscheiden, inwieweit sie ihre Verbandsstruktur den Veränderungen in der Erzdiözese anpasst. Bislang gibt es eine Dekanatsebene, aus deren Vorständen Frauen demokratisch delegiert zur Diözesanversammlung entsandt werden. Diese stellt eine elementare Kommunikations- und Vermittlungsebene zwischen kfd-Gruppen vor Ort und dem Diözesanverband dar. Ob es Sinn macht, an dieser Ebene festzuhalten, wenn es in der Diözese keine Dekanate mehr gibt, oder wie sich eine solche Ebene anders zusammensetzen könnte, darüber haben die Delegierten in regionalen Gruppen beraten.
Die Delegierten stimmten einer Änderung im Grundsatzpapier zu, in dem geregelt ist, wer die Geistliche Leitung auf den verschiedenen Ebenen übernimmt. Bislang war dies auf Pfarrebene dem örtlichen Pfarrer vorbehalten, der qua Amt Präses (und damit Vorstandsmitglied) der jeweiligen Pfarrgruppe war. Nur, wenn er die Aufgabe nicht übernehmen konnte oder wollte, durfte die Mitgliederversammlung eine kfd-Frau als Geistliche Leiterin wählen. Diese Regelung entspricht längst nicht mehr der Realität. Häufig übernehmen kfd-Frauen die Aufgaben der Geistlichen Leitung für ihre Gruppe. Daher wurde festgelegt, das Amt künftig an die kfd-Mitgliedschaft zu knüpfen, denn: qua Taufe sind alle kfd-Frauen dazu befähigt. Sie werden jährlich geschult und von der diözesanen Geistlichen Leiterin Marie Lacaille begleitet.
Um weitere Frauen auf Pfarrebene zu ermutigen, das Amt der Geistlichen Leitung zu übernehmen, sind im Jahresprogramm 2023/24 entsprechende Veranstaltungen geplant.
Die Zugangsvoraussetzungen für das Amt der Geistlichen Leitung so zu aktualisieren, entspricht den Forderungen der kfd, alle Weiheämter unabhängig vom Geschlecht für alle zu öffnen.
Die Diözesanversammlung hat dem Vorstand außerdem den Auftrag gegeben, das Institutionelle Schutzkonzept des Erzbischöflichen Seelsorgeamts für verschiedene Zielgruppen und Funktionsträgerinnen zu konkretisieren. Nachdem auf der Diözesanversammlung 2022 einer Satzungsänderung zugestimmt worden war, die die Präventions- und Interventionsregelungen der Erzdiözese Freiburg offiziell anerkennt, kommt der Verband mit dieser Konkretisierung und den darin enthaltenden Maßnahmen seiner Verantwortung nach, alle Ehrenamtlichen im grenzachtenden Umgang zu sensibilisieren und zu schulen. Licht ins Dunkel der Missbrauchsfälle zu bringen, stellt eines der kirchenpolitischen Kernanliegen der kfd dar.
Der neu besetzte kfd-Diözesanvorstand unter Leitung von Silvana Bertolini-Knapp ist hoch motiviert und blickt den kommenden Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft sowie den zu treffenden Entscheidungen für den Verband zuversichtlich entgegen.
Hintergrund
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 350.000 Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen in der Bundesrepublik. In der Erzdiözese Freiburg vertritt der Verband rund 16.000 Frauen in mehr als 300 Pfarrgruppen. Die kfd setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter www.kfd-freiburg.de und www.kfd.de
Herausgeberin: Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands – Diözesanverband Freiburg
Okenstraße 15, 79108 Freiburg, Telefon 0761.5144-196, E-Mail: info@kfd-freiburg.de



