Die Kirche will ein sicherer Ort sein, besonders für Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene. Dafür hat sie in den letzten Jahren einiges getan. Wer heute ehrenamtlich oder hauptberuflich in der katholischen Kirche mitarbeiten möchte, wird durch die Präventionsarbeit zum Schutz vor sexualisierter Gewalt dafür sensibilisiert, achtsam, respektvoll und wertschätzend mit anderen umzugehen. Konkret heißt das unter anderem: alle Mitarbeitenden müssen ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, sich dazu verpflichten, die Grenzen anderer zu achten und sich im Rahmen von Schulungen mit Themen wie „Nähe und Distanz“ auseinandersetzen.
Eine solche Schulung hat im Oktober speziell für den Kreis der Pfarrsekretärinnen des Dekanats Wiesloch stattgefunden. Präventionsfachkraft Thomas Auer machte die Pfarrsekretärinnen einen ganzen Vormittag lang in Hockenheim mit den Präventionsmaßnahmen und der Etablierung einer Kultur der Grenzachtung im Erzbistum Freiburg vertraut.
Wer sich näher für die Präventionsarbeit interessiert, findet dazu Informationen auf den Webseiten des Erzbistums Freiburg
www.ebfr.de/praevention:
2015 wurde eine umfassende Präventionsordnung erlassen, die zuletzt 2019 aktualisiert worden ist: Im Januar 2020 hat der Erzbischof die „Rahmenordnung – Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen“ in Kraft gesetzt. Im Dezember 2021 wurde die Präventionsordnung durch Ausführungsbestimmungen konkretisiert: Erzbischof Stephan Burger hat die sogenannte AROPräv der Erzdiözese Freiburg (Ordnung zur Ausführung der von der deutschen Bischofskonferenz erlassenen Rahmenordnung – Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen) unterzeichnet (vgl. auch
https://www.ebfr.de/praevention).
Im Dekanat Wiesloch hat der
Dekanatsrat am 14. Juli 2021 das
„Institutionelle Schutzkonzept“ (ISK) des Dekanats Wiesloch verabschiedet. Es fasst die bisherigen Maßnahmen im Bistum und im Dekanat zusammen, bündelt Informationen und bildet den Rahmen für die künftige Präventionsarbeit. Zuletzt angepasst wurde das ISK des Dekanats auf dem Hintergrund der AROPräv 2023.
Petra Sprenger