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Einweihung Vorplatz und Pfarrfest St. Ilgen

 
Kirchen- und Orts-Patron im Mittelpunkt –
Feierliche Einweihung des St.-Aegidius-Platzes in St. Ilgen
 
Sprache ist über die Zeit im Wandel und Namen verändern sich. St. Aegidius und St. IIgen haben die gleiche Wurzel und so ist nicht nur die Kirche dem Heiligen und Nothelfer geweiht, auch der Ortsname selbst lässt sich von ihm ableiten.
 

 
 
Der Festtag am 16. Juli begann mit der Eucharistiefeier in der Kirche; die Kirchenchöre St. Ilgen und Leimen und „The Spirit“ boten die moderne Hochedlinger-Messe „So weit der Himmel ist“ dar, demgegenüber wurden alte Kirchenlieder von der Gemeinde gesungen, passend zum Einklang des „Alt und Neu“ in der Gestaltung der Kirche. Die Chöre wurden begleitet von Marcus Holl (Orgel), Johanna Berlinger (Flöte) und Jürgen Herb (Percussion) unter der Gesamtleitung von Melanie Jäger-Gubelius. Pfarrer Arul Lourdu sprach, ausgehend vom Evangelium, vom Samenkorn, das je nachdem wo es hinfällt, reiche Frucht bringt oder verdorrt. Viele Gäste waren gekommen, darunter Oberbürgermeister Hans Reinwald, Gemeinderäte und MdL Christiane Staab. 
 
Beim Auszug aus der Kirche stand schon der evangelische Posaunenchor bereit, um die Einweihung des St.-Aegidius-Platzes mit Lob- und Dankesliedern musikalisch zu umrahmen. Pfarrer Lourdu begann: „Es war ein guter Samen, der auf gute Erde fiel, eine gute Zusammenarbeit und eine tolle Leistung der Stadt Leimen. So ist der Platz jetzt nicht nur ein Platz für die Pfarrgemeinde, sondern auch einer für alle Menschen in St. Ilgen und darüber hinaus.“
 
OB Hans Reinwald erinnerte sich zurück an die Zeit vor seiner Bewerbung, als er sich mit den Ortsteilen Leimens vertraut machte, aber die katholische Kirche in St. Ilgen erst auf Nachfrage recht versteckt hinter mehreren schwer in die Jahre gekommenen Häusern „finden“ konnte. Ihm sei es von Anfang an sehr am Herzen gelegen, ein ansprechenderes Ambiente zu schaffen und die bereits begonnene Ortskernsanierung dafür zu nutzen. Die Zustimmung im Gemeinderat für den Entwurf sei zwar knapp gewesen, aber oft seien das im Nachhinein die besten Entscheidungen. Heute könne man richtig stolz darauf sein, welches Kleinod entstanden sei. Die terrassenförmig angelegten Beete mit ihrer symbolträchtigen Bepflanzung wie den Lilien und dem lebensnotwendigen Wasser in Form des Quellsteins mit Bachlauf sollen den Platz mit Leben füllen. Sitzbänke laden zum Verweilen ein.  
 
 
Für die evangelische Gemeinde überbrachten vom Kirchenrat Susanne Flory und Eva Sambel herzliche Grüße und betonten die gute Ökumene, die in St. Ilgen bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird. Berno Müller, Hauptautor des 850-Jahre-Jubiläumsbuches, riss kurz die Entstehungsgeschichte der Kirche an. Bei einer späteren Kirchenführung konnten Interessierte noch viele Details von ihm erfahren.
 
 
Dann segnete Pfarrer Lourdu den Platz, der ein Ort der Begegnung und Freude sein soll. Seit seiner Fertigstellung erfreut er sich großer Beliebtheit - so erzählten die Bewohner des benachbarten Generationenzentrums, die gekommen waren, dass sie ihn sehr gerne nutzen, ihn sogar als „ihren“ Platz bezeichnen. 
 
 
 
Gemeindeteamsprecherin Beatrice Hofmann betonte abschließend aus Sicht des Gemeindeteams und der Pfarrgemeinde die große Freude über das gelungene Projekt. Sie bedankte sich bei allen, die an der Realisierung beteiligt waren sowie allen, die zur Feier erschienen waren bzw. zu deren Vorbereitung und Durchführung beitrugen.
 
 Mit dem Sommerfest ging es weiter. An Grill und Backofen wartete bereits leckeres Mittagessen auf die Gäste. Es war viel Betrieb, der auch etwas Geduld erforderte, aber es herrschte beste Stimmung, alle Plätze waren besetzt, um nicht  zu sagen: es war „rappelvoll“.
 
Nach dem Mittagessen traten die Chöre wieder in Aktion, nun noch verstärkt vom Sandhäuser Kirchenchor. Zusammen entführten sie mit altbekannten beschwingten Schlagern auf eine Reise nach Italien. Die Kleinsten des Karnevalclubs „Frösche“, die Minigarde, natürlich in Froschgrün gekleidet, zeigten in ihren Tänzen, was sie mit 2½ bis 5 Jahren schon alles gelernt haben. Überhaupt war für die Kinder bestens gesorgt, sie konnten einen Parcours absolvieren mit Bewegungsspielen, Basteln, Malen und sich Glitzertattoos aufkleben lassen - der absolute Hit, nicht nur für „Kleine“. 
 
Kürzlich wurde entschieden, dass für die Pfarrgemeinde NEU St. Aegidius Patronatskirche werden soll. Über den aktuellen Stand der Kirchenentwicklung 2030 konnte man sich an einem Tisch der Projektleitung informieren, außerdem die Glocken der 20 Kirchen im neuen Gebiet anhören.
 
Am Abend war man sich einig, es war ein wunderbarer festlicher Tag zu Ehren des Hl. Aegidius und des nach ihm benannten Platzes.
 
Beatrice Hofmann
Fotos: Dr. Markus Arndt / weitere Fotos hier