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Grußworte von Pfr. Lourdu und OB Hans D. Reinwald

zur Einweihung des St.-Aegidius-Platzes am 16. Juli 2023

 

Grußwort von Pfarrer Arul Lourdu zur Einweihung des St.-Aegidius-Platzes in St. Ilgen

 
Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
 
wir dürfen uns freuen, dass wir in unserer Seelsorgeeinheit ein Wahrzeichen des christlichen Glaubens, welches stark mit der Rhein-Neckar-Region verbunden ist, haben. Die Geschichte der St. Aegidius Kirche blickt auf über 850 Jahre zurück. Seit jeher können die Menschen an diesem Ort Orientierung finden. Durch den Bau dieser Kirche wurde der Glaube an Christus fest in der Gemeinde und über deren Grenzen hinaus verankert.
Deshalb war es für mich eine Herzensangelegenheit, die Kirche wieder lebendig, sichtbar und offen zu machen. Wie Sie alle wissen, schlummerte sie vor ein paar Jahren noch kaum sichtbar, verdeckt durch Häuser und von nicht gepflegter Natur, vor sich hin. Das würdige Erstrahlen sowie das jetzige Erscheinungsbild erlangte sie durch die von mir initiierte Kooperation mit der Stadt Leimen.
Gemeinsam mit der Großen Kreisstadt Leimen konnten wir eine gute Lösung finden, das geliebte Wahrzeichen von St. Ilgen in ein „Kleinod“ zu verwandeln.
Durch das Engagement von unserem Oberbürgermeister Hans D. Reinwald und das der Gemeinderäte, sowie das von unserer Seelsorgeeinheit einhergehende Bestreben, mit der Verbundenheit meiner Sehnsucht, die älteste Kirche in ein schmuckes Zentrum der geistlichen Heimat innerhalb der Großen Kreisstadt Leimen und darüber hinaus, neu zu erschaffen, ist uns allen gemeinsam gelungen. Hierzu gab es im Vorfeld zahlreiche Gespräche, die für das Gelingen und für die Umsetzung maßgebend waren. Sogar Tausch von Grundstücken wurden eigens für dieses Vorhaben durchgeführt, um die Präsenz des historischen Ortes zu sichern. Zwischen der politischen Kommune und der Kirchengemeinde konnte eine Einigung erzielt werden, dass um die Kirche herum, die notwendige Erweiterung gewonnen werden konnte. Oberbürgermeister Hans D. Reinwald und der Gemeinderat hatten seinerzeit diesen Wunsch gebilligt und die Genehmigung hierfür erteilt. Immer im Fokus, damit die Historie der Gemeinde bzw. des christlichen Ortes für die Nachwelt erhalten bleibt. Denn der Glaube gehört zu unserer Kultur und hat seit jeher die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Schichten maßgeblich geprägt. Das Christentum gehört zur Geschichte von Deutschland.
 
Der Nächste gemeinsame Schritt war die Gestaltung des Vorplatzes. Mit dem Ziel, einen wunderschönen, einladenden „Garten“ zu errichten, der ganz nach dem Ansinnen bzw. den Vorstellungen der damaligen Mönche versucht wurde umzusetzen.
Mit Hilfe von dem Projektleiter Giuliano Finzer vom Tiefbauamt, zusammen mit seinen Mitarbeitern und der Leimener Firma Häußler & Boileau, die die bauliche Gestaltung des Platzes verantwortete und durch die Technischen Betriebe der Stadt sowie Michael Sauerzapf vom Grünflächenamt, der als Landschaftsarchitekt für die Pflanzplanung und die Gestaltung des Platzes verantwortlich war, konnte dieses Projekt Gestaltung annehmen.
In diesem Zusammenhang waren zusätzlich noch Bestrebungen vorhanden, die Beleuchtung der ältesten Kirchen in der Region angemessen auszustatten. Die Leuchtmittel, die insektenfreundlich ausgerichtet sind, kamen leider, trotz der nachhaltigen Investition, noch nicht zum Tragen. Die St. Aegidius Kirche liegt nachts im Verborgenen und kann, trotz vorhandener Leuchtmittel, nicht gesehen werden. Ein Gotteshaus nicht erstrahlen zu lassen, ist in meinen Augen sehr gewöhnungsbedürftig. Doch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die Kirche auch in der Nacht im Glanz erstrahlen darf.
 
In persönlichen Gesprächen erhalte ich immer wieder positive Reaktionen, die den Stolz für dieses Projekt und die Dankbarkeit für meine Entschlossenheit in dieser Sache, ausdrücken.
Für mich als Impulsgeber war es wichtig, dem christlichen Glauben eine Heimat zu schenken, der die Menschen zum Kommen einlädt. Dass die Menschen an diesem Ort innehalten, die Kirche besuchen, den Vorplatz genießen und Ruhe im Alltag finden können.
Dieses besagte „Kleinod“ bietet Raum für das Beten und Auftanken! Ich lasse die St. Aegidius Kirche, wie alle anderen Kirchen in der Seelsorgeeinheit, über den Tag offen, 7 Tage in der Woche und das an 365 Tage im Jahr.
Ich freue mich schon sehr auf die Einweihung des Vorplatzes am 16. Juli 2023 und lade Sie alle um 10.30 Uhr zur Eucharistiefeier, die von den Kirchenchören mitgestaltet wird, herzliche ein. Auch zu dem anschließenden Sommerfest, welches die Pfarrgemeinde St. Aegidius alljährlich feiert. 
In Dankbarkeit, dass ich in der fast 900-jährigen Geschichte einen kleinen Beitrag für diesen historischen Ort, als Funktion meines Berufes als Pfarrer von St. Ilgen, habe leisten dürfen, erfüllt es mich mit Stolz, Sie alle begrüßen zu dürfen. 
Wie ich schon damals bei der Übergabe des Vorplatzes sagte: „Es war ein guter Samen, der auf gute Erde fiel, eine gute Zusammenarbeit und eine tolle Leistung der Stadt Leimen. So ist der Platz jetzt nicht nur ein Platz für die Pfarrgemeinde, sondern auch einer für alle Menschen in St. Ilgen und darüber hinaus.“
In diesem Zusammenhang möchte ich es nicht versäumen, herzliche Dankesworte an Oberbürgermeister Hans D. Reinwald, an die Gemeinderäte, an unseren Stiftungsrat sowie Pfarrgemeinderat und zu guter Letzt an meine Sekretärinnen, die mich wunderbar in diesem Projekt begleitet haben, richten.
 
Nun lade ich Sie dazu ein, in den neu gestalteten St.-Aegidius-Platz einzutauchen und ihn zu genießen. Ich wünsche mir sehr, dass Sie sich wohl in diesem „Garten“ fühlen und die Nähe und Geborgenheit unseres Herrn Jesus Christus spüren.
Im Gebet mit Ihnen verbunden, grüße ich Sie herzlich
Ihr Pfarrer
Arul Lourdu

 

Grußwort von Oberbürgermeister Hans D. Reinwald zur Einweihung des St.-Aegidius-Platzes in St. Ilgen

 
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
 
am Sonntag, dem 16. Juli 2023 findet die Einweihung des Aegidiusplatzes im Rahmen des alljährlich veranstalteten Sommerfestes der katholischen Kirchengemeinde statt. Ich freue mich sehr, Sie zu diesem Ereignis begrüßen zu dürfen!
Wer sich heute auf dem Vorplatz der Aegidiuskirche umsieht, kann nur staunen, welche Veränderungen hier vonstattengegangen sind.
Für rund ein Jahrhundert war der Blick auf die Aegidiuskirche von der Theodor-Heuss-Straße aus, aufgrund der vorgelagerten Bebauung, stark eingeschränkt. Durch den Abriss zweier baufälliger Wohnhäuser konnte der Platz vor der Kirche nun deutlich vergrößert werden.
Zwischen Kirche und Theodor-Heuss-Straße wurde daraufhin ein Kräutergarten in Tribünenform angelegt. Mehrere Sitzmöglichkeiten entlang des mittig verlaufenden Weges und ein Wasserlauf samt Quellstein tragen dazu bei, dass hier ein erholsamer Aufenthaltsort entstanden ist. Ich freue mich, wenn diese schöne Anlage unser Gemeinschaftsleben auch zukünftig bereichern wird.
Hiermit wünsche ich allen Gästen des Sommerfestes der katholischen Kirchengemeinde viel Freude und Geselligkeit bei einer heiteren und vergnüglichen Feier!
Ihr
Hans D. Reinwald, Oberbürgermeister