Von der Planung bis zur Fertigstellung der Herz-Jesu-Kirche war es ein weiter Weg, wie Berno Müller am Ende des Gottesdienstes zu berichten wusste.
Die alte Mauritiuskirche war für die immer größer werdende katholische Gemeinde zu klein geworden und so wurde ein Kirchenneubau am Hang beschlossen. Der dafür vorgesehene Bauplatz musste von 20 Mann von Hand, nur mit Schaufeln eigeebnet werden.
Die Grundsteinlegung erfolgte 1914. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2021 galt es immer wieder Probleme mit dem Bau zu überwinden. Zuerst verhinderte der 1. Weltkrieg den Weiterbau, da sich die meisten Bauarbeiter im Krieg befanden. Erst 1918 konnten die Baumaßnahmen erneut aufgenommen werden. Doch das Geld wurde immer wieder knapp. So fiel aus Kostengründen der Kirchturm niedriger aus als ursprünglich vorgesehen. Statt der geplanten 39 Meter Höhe misst er heute „nur“ 33 Meter. Auch für die Glocken fehlte das Geld. Das Geläut konnte erst durch eine großzügige Spende des Zementwerks, auf Betreiben des damaligen Betriebsleiters Dr. Schott, finanziert werden. Am Ostermontag 28.3.1921 wurde die Kirche benediziert und es konnte endlich der erste Gottesdienst gefeiert werden.
Nachdem im Jahr 2013 eine umfassende Außenrenovierung stattgefunden hat, steht in diesem Jahr auch die dringend notwendige Innenrenovierung an. Neben einer energetischen Sanierung soll die Kirche zukunftsfähig für das Projet Pastoral 2030 gemacht werden, damit die Kirche auch weiterhin das Zentrum der katholischen Gemeinde in Leimen bleibt.