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Ministrant*innen setzen Zeichen für Toleranz

29.03.2021 |

Zu Palmsonntag haben die Ministrant*innen der Gemeinden Leimen, Nußloch, Sandhausen und St. Ilgen ein Zeichen für eine weltoffene, tolerante Kirche gesetzt.

Hintergrund dieser Aktion ist die Klarstellung durch den Vatikan am 15.3., in welcher die Glaubenskongregation feststellt, dass es der katholischen Kirche an der Vollmacht fehle, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen. Man könne schließlich nicht segnen, was Sünde sei.
 
Dieses Votum zog in der Zivilgesellschaft als auch in etlichen kirchennahen Verbänden Kritik auf sich. So haben sich beispielsweise über zweihundert Theologieprofessor*innen aus Deutschland zusammengetan und die Entscheidung des Vatikans in einem Statement als mangelhaft in seiner theologischer Tiefe bezeichnet. Über zweitausend deutschsprachige Priester haben mittlerweile bekanntgegeben, dass sie auch weiterhin gleichgeschlechtlichen Paaren den Segen Gottes nicht verweigern werden.
An diese Kritik anknüpfend haben die Ministrant*innen Regenbogenflaggen, versehen mit dem Spruch „Liebe ist keine Sünde!“ (siehe Bilder), auf die Kirchenvorplätze in Leimen, Nußloch und Sandhausen (Dreifaltigkeitskirche) gemalt. Die Regenbogenflagge ist ein weltweites Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung und darf als Zeichen für Toleranz und Akzeptanz sowie für die Vielfalt von Lebensformen gesehen werden.
 
In Leimen wurde sowohl die Regenbogenflagge als auch der Spruch zum Sonntagmorgen hin durch unbekannt entfernt, in Nußloch wurde der Spruch entfernt.