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Misereor Fastenaktion

18.02.2021 | Leben in Würde und Einklang mit der Natur

Online-Spenden möglich bis 18.4. hier ...
 
Wie jedes Jahr in der Fastenzeit ruft uns das bischöfliche Hilfswerk dazu auf, das vielfältige Engagement seiner Partnerorganisationen in aller Welt zu unterstützen. Das Land, das 2021 als Partnerland vorgestellt wird, ist Bolivien. Wie viel Kraft aus dem gemeinsamen Willen zur Veränderung erwachsen kann, beweisen MISEREOR-Partner, die dort tätig sind. Im Amazonasgebiet von Bolivien fördert die PSC Reyes indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften in ihrer Anbauweise im Einklang mit der Natur. CEJIS unterstützt indigene Völker dabei, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Gebiete zu schützen.

Weil wir in diesem Jahr damit rechnen müssen, dass wegen der Corona-Beschränkungen die Aktionen der Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit am 5. Fastensonntag, dem Misereor-Sonntag, nicht so gut besucht sein werden, wird durch eine Online-Spendenaktion die Möglichkeit geboten, die Projekte von Misereor unkompliziert und sicher durch ihre Spende zu fördern.
Die Sozialpastoral Caritas Reyes stützt ihre Arbeit auf die Ressourcen der beteiligten Menschen als Quelle ihrer gemeinsamen Kraft zur Veränderung. In Zusammenarbeit mit kleinbäuerlichen und indigenen Bevölkerungsgruppen entstehen Hausgärten und Agroforstsysteme. Dadurch werden die Ernährungslage und das Einkommen der Bevölkerung deutlich verbessert. Die Landwirtschaft kommt nun ohne Brandrodung aus.
„Das ist für mich ein Leben in Fülle“, sagt Antonia Lurisi. Ihre Waldparzelle bietet ihr alles, was sie für ein gutes Leben braucht: „Die vielfältigen Produkte, die wir hier auf natürliche und nachhaltige Weise produzieren, sind gut für unsere Gesundheit.“ Doch das Wichtigste ist für Antonia Lurisi, dass sie mit ihrem Mann, ihren Kindern und anderen Verwandten zusammenarbeiten kann. Ihr Land bestellen sie gemeinsam: „Wir sind als Familie vereint, wir reden über alles, wir planen gemeinsam, was wir wie und wo anbauen. Wir leben wirklich im Überfluss durch die Gemeinschaft und die Vielfalt an Pflanzen, die wir hier auf engstem Raum haben.“
Eine wichtige Aufgabe ist auch die juristische Beratung der indigenen Gruppen, damit diese sich erfolgreich gegen den Landraub durch Großgrundbesitzer und auch durch stattliche Stellen wehren können.
Seit drei Jahrzehnten begleitet die MISEREOR-Partnerorganisation CEJIS (Centro de Estudios Jurídicos e Investigación Social) Kleinbauern in Bolivien bei ihrem Kampf um Land und Autonomie. CEJIS berät indigene Gemeinschaften vor allem juristisch: wie sie ihre Rechte und ihr Land schützen, wie sie selbstbestimmt ihre eigenen Formen der nachhaltigen Wirtschaft mit den naturgewachsenen Ressourcen pflegen können. Dafür müssen sie Verwaltungsstrukturen aufbauen, die den gesetzlichen Anforderungen des Staates entsprechen. „Für uns ist ganz wichtig, indigenen Gruppen nicht mit einer paternalistischen Einstellung zu begegnen, sondern eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen“, erklärt Manuel Menacho, der für CEJIS Workshops für die Gemeinde in San Miguel leitet. Deshalb entwickeln die Kommunen politische und juristische Strukturen, die sich auf eigene Traditionen stützen und bei denen das Gemeinwesen im Vordergrund steht.
 

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