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Gaben des Geistes - entdeckt im Bogenschießen

Das Wort zu Pfingsten und für den Monat Juni

Der Geist weht wo er will ... heißt es in einem bekannten Satz. Spuren des Geistes bzw. Hinweise auf die Art seines Wirkens lassen sich an vielen Stellen entdecken. Pastoralreferent Gernot Hödl berichtet in seinem Wort zu Pfingsten und für den Juni von der In-Spiration, die im Bogenschießen liegt.

„Der ist genau in der Mitte!“ Diesen Jubelschrei gab es bei einem Projekt der aktuellen Firmvorbereitung zum Glück einige Male zu hören. Bogenschießen stand im Mittelpunkt. Für die Mühe des Anfangs, den die sieben Firmanden auf sich nahmen, belohnten sie sich mit immer besseren Treffern, einige Male ins „Gold“. Das Bogenschießen ließ aber neben Spaß und sportlicher Herausforderung auch andere Ebenen des Lebens anklingen. Einige Elemente im Ablauf des Bogenschießens führten zu Lebensfragen: 

 

  • Für das Bogenschießen braucht es einen guten Stand. Bodenhaftung. Verwurzelung. Was gibt mir Halt im Leben? Was sind meine Wurzeln, die mir Standfestigkeit verleihen und aus denen ich Kraft schöpfe?
  • Die Haltung ist wichtig und die innere Kraft. Der Bogen muss gespannt werden, die Kraft des Bogens ist auszuhalten, der Körper braucht Spannung, ohne zu verkrampfen, muss aufrecht da stehen. Mit welcher Haltung will ich durch das Leben gehen?
  • Das Ziel ist in den Blick zu nehmen, der Pfeil soll treffen. Welche Ziele möchte ich in meinem Leben erreichen?
  • Der Pfeil kann nur treffen, wenn ich löse. Wenn ich alles dafür getan habe, um ein Ziel zu erreichen, dann steckt im Erfolg auch der Moment des Loslassens. Natürlich ist es wichtig, die nötigen Bewegungsabläufe richtig zu machen. Aber dass der Pfeil trifft, indem ich löse, macht aus der guten Leistung ein Geschenk. Das erinnert daran: was im Leben erreicht wird, ist nicht immer nur Produkt der eigenen Fähigkeiten, sondern oft genug auch unverhofftes Geschenk und unerwartete Gabe.

Die Firmvorbereitung und die Wochen um das Pfingstfest erinnern mich an die traditionellen sieben „Gaben des Heiligen Geistes“. Ich denke, Gottes Kraft in uns schenkt noch weitere Gaben, durchaus unterschiedliche für jeden persönlich. Das Bogenschießen und die Fragen des Firmprojekts zeigten mir mögliche weitere Geistes-Geschenke: Die nötige Bodenhaftung und das „Mit beiden Beinen im Leben stehen“ – Aufrichtig und standhaft durch das Leben gehen – Das Wesentliche, die wichtigen Ziele im Blick zu haben – Die Bereitschaft, loszulassen und offen zu sein für das, was mir gegeben werden will.

Sie müssen nicht Bogenschießen, um Gottes Kraft in Ihnen zu entdecken oder eine Geschenk des Heiligen Geistes zu erfahren. Bestimmt haben Sie ihre eigenen Zugänge. Ihre ganz persönlichen Erkenntnisse dazu wünscht Ihnen

Pastoralreferent Gernot Hödl.
 
Firmung.Gezeichnet.Erklärt